Bad Nauheim – Travemünde – Trelleborg – Malmö

13. – 15. Juli 2012 Anders als wie bis anhin sind wir letzten Freitag  zu unserer langersehnten Schwedentour endlich gestartet! Kurz nach dem Mittag sind wir losgefahren, nachdem zu Hause endlich alles erledigt war.

Das „anders als wie bis anhin“ erklärt sich in wenigen Worten: René hat sich während der letzten Woche eine Schleimbeutel-Entzündung am Knie zugezogen und konnte nur mit grossen Schmerzen und Einschränkungen gehen. Ans Lenken unseres Wohnmobils war absolut nicht zu denken! Was blieb anderes übrig, als dass ich mich hinters Lenkrad setzte und die ersten Tage die anstehenden Kilometer abrollte,  so dass René sein Knie schonen und immer wieder mit Eis die schmerzhafte Schwellung und Entzündung kühlen konnte. Nach anfänglicher Unsicherheit – René ist der Driver im Rensan-Team – gewöhnte ich mich rasch an die Masse unseres Fahrzeugs und genoss mehr und mehr die Fahrt als „kleine Brummi-Fahrerin“. Anmerkung von René: „Mein Schatz, deine Leistung war Chef-mässig!“ ;-)

Die erste Übernachtung war auf knapper halber Strecke geplant: Bad Nauheim beim Wellenbad Usa war unser Ziel. Ca. um 20:00h dort angekommen, hatten wir uns gerade fertig installiert, als es zu regnen begann, was uns aber nicht störte. Wir waren müde nach dem langen Tag, assen eine Kleinigkeit und legten uns bald ins Bett.

Renés Knie liess auch am Samstagmorgen noch nicht zu, dass er sich hinter Lenkrad setzte, also übernahm ich erneut das Steuer. Bis anhin bin ich, wenn überhaupt, nur auf Autobahnen gefahren, weil ich mir immer sagte, da geht alles mehr oder weniger geradeaus und die Strassen sind angenehm breit – ausser im Baustellenbereich natürlich. Seit Freitag ist alles anders…

Unser Tagesziel für Samstag war Travemünde, nahe beim Fährhafen, da das Checkin für die Fähre nach Trelleborg bis 9:00h war. Ein nahe gelegener Campingplatz war genau das Richtige.

Der Wecker klingelte ausgesprochen früh für einen Sonntag: 6:00h! So konnten wir aber gemütlich Kaffeetrinken und Filou Gassi führen.

Kurz nach 8:00h reihten wir uns in die Warteschlange der Wohnwagen- LKW- und Wohnmobilfahrer ein. Der blaue „Saurer-Reisecar“ neben uns ist uns gleich aufgefallen, nicht nur, weil es ein spezieller Reisebus war, sondern weil er auch Schweizer-Kennzeichen hatte. Schnell kam René während der Wartezeit ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass die 5 Schweizer ans Nordkap wollten. Sie nannten sich das A-Team… Es war eine spannende Stunde des Wartens und wir lachten bereits zu früher Stunde viel. Das ehemalige  genial umgebaute Linienfahrzeug durften wir gar noch besichtigen und konnten über den Selbstum- und ausbau nur staunen! Wir trafen die 5 Schwyzer später erneut auf den verschiedenen Decks der Fähre und witzelten weiter…


Die mir bange Fährüberfahrt war herrlich und auch spannend. Wahnsinn wie sich eine solche Masse graziös und ruhig auf dem Wasser bewegt… (@ Ricarda: eine Kreuzfahrt kann ich mir zwar nicht vorstellen, das wäre mir dann doch zu langweilig, aber weitere „Überfahrten“ sind kein Problem mehr!)

Auch wenn ich mich im Voraus gegen einen Aufenthalt in der Kabine wehrte, gönnten wir uns nachmittags doch etwas Ruhe darin (auf Deck Nr. 8 von 11 Decks / Kabine Nr. 8147). Irgendwann hatte es sich auf den Decks ausgeschlendert, Hunger und Durst waren gestillt und Filou hatte auf dem Board-Hundeklo seine Visitenkarte hinterlegt.

Pünktlich um 16:15h machte eine Stimme aus dem Lautsprecher in den Kabinen darauf aufmerksam, dass das Einlaufen der Peter Pan nicht mehr allzu fern ist und man sich in aller Ruhe bereitmachen solle.

Genauso pünktlich wie in der Ansage mitgeteilt, sind wir um 17:30h in Trelleborg eingelaufen:

Sverjge, wir sind endlich da!

Bis wir endlich von Board fahren konnten, mussten wir uns nahezu eine halbe Stunde gedulden, soooo viele Fahrzeuge waren an Board…

Dann machten wir das erste Mal mit der Schwedischen Landschaft Bekanntschaft: Herrlich… und: die Sonne strahlte mit ein paar Wolken um die Wette!

An der Westküste sind wir wenige Kilometer bis nach Malmö gefahren, wo wir mit bombastischem Ausblick auf die Öresundbrücke, welche Dänemark (Kopenhagen) und Schweden miteinander verbindet, die erste Nacht verbringen. Die Tour für morgen ist geplant, wir sind gespannt und hoffen, ihr reist mit uns…

 P.S. Unsere Reiseberichte werden im Moment etwas verzögert aufgeschaltet, da es mit dem Internet nicht ganz wie gewünscht klappt…

Zur Zeit sind wir Richtung Göteborg auf die Schäreninsel Marstrand unterwegs… Renés Knie zwingt uns zu einer 2-tägigen Pause!

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