Kundenfreundlichkeit: Fachgeschäft und Grossmarkt

Letzte Woche, es war Donnerstagabend gab mein Notebook aus „unerklärlichen“ Gründen Forfait! Wir haben uns vorgenommen, die Planung unserer Sommerferien an die Hand zu nehmen. Leider blieb dies für den Moment beim Vorsatz, denn wie erwähnt hatte das Notebook scheinbar keine Lust uns die gewünschten Informationen zu liefern. Noch einmal ins Büro und den Desktop zu starten war nicht in unserem Sinn. Also habe ich mir vorgenommen, den Laptop am nächsten Tag ins Computerfachgeschäft im anliegenden Nachbardorf zu bringen. Für den Computerspezialist werden die Meldungen auf dem Bildschirm wohl nicht ganz so fremd klingen wie in unseren Ohren.

Dazu möchte ich anfügen, dass das Fachgeschäft ebenfalls Ansprechpartner für die Kfz-Werkstätte von René ist. Einzig: Mein Laptop habe ich nicht dort gekauft.

Nun, als ich meine Sorgen geschildert hatte, erhielt ich zur Antwort, dass das Betriebssystem nach einer vorgängigen Datensicherung neu aufgesetzt werden muss, womit ich aber noch keine Garantie hätte, dass auch wirklich alles laufen würde. Darauf erkundigte ich mich nach dem Preis für die vorgeschlagene Lösung: Knapp CHF 350.- sollte es kosten! In Anbetracht dessen, dass mein Notebook doch schon bald 4 Jahre mein Tippsen und Bearbeiten erträgt, kam ich schnell zum Schluss, dass ich auch die Anschaffung eines neuen Laptops in Betracht ziehen muss. Auf meine weitere Äusserung, dass es da diverse Aspekte, wie z.Bsp. einen matten Bildschirm gibt, die ich berücksichtigen möchte, wurde mir erklärt, dass ich mich in diesem Fall in der Business-Class befinden würde. Dies, obwohl in der Ausstellung ein Modell stand, welches zumindest diesen Wunsch erfüllt hätte und preislich interessant schien!!  Weiter wurde mir erklärt, dass ich mir überlegen solle, welche „Marke“ mich interessieren würde. Angebote seien im Onlie-Shop auf der Website des Fachbetriebs zu finden. Andernfalls sei man sonst auch noch da…

Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen! Nach der Mitteilung, dass ich bereit bin, mein Laptop zu ersetzen, wurde ich mit dem Online-Shop abgewimmelt…! Für mich nicht verständlich, erst recht, da ein Modell welches zumindest eine meiner Anforderungen erfüllt hätte in der Ausstellung vorhanden war. Natürlich habe ich mein Gerät wieder eingepackt und mit nach Hause genommen. Die Fachkraft war etwas verdutzt, scheinbar dachte diese, dass ich mein Laptop trotzdem da lasse.

Wütend und noch mehr enttäuscht über die „Kundenfreundlichkeit“ und das Interesse für zufriedenen Kunden informierten wir uns abends nach dem wöchentlichen Einkauf bei zwei Grossverteilern über verschiedene Geräte. Was wir hierbei erfahren konnten, davon könnten sich einige wohl eine dicke Scheibe abschneiden!

Nach ein paar Fragen des Verkäufers, dessen Muttersprache Französisch ist und sich mehr als nur bemühte, uns in Deutsch zu beraten, standen bald einmal zwei Geräte zur Auswahl. Ausgiebig und mit viel Interesse informierte er uns über die Vorteile eines jeden Gerätes und erläuterte uns die neusten und verschiedenen i-Prozesser. Als er bemerkte, dass wir uns nicht gleich entscheiden werden, kopierte er uns die Geräteangaben und meinte, dass wir auch telefonisch ein Notebook reservieren können.

Wir bedankten uns für die sehr informative und ausführliche Beratung. Auf dem Nachhauseweg unterhielten wir uns erneut über das mangelnde Interesse des Fachgeschäfts aus dem Nachbardorf, und stellten fest, dass es für uns absolut unverständlich ist!

Am Samstag haben wir die das Beratungsgespräch des sehr netten Verkäufers mit dem Kauf eines Notebooks im Grossverteiler abgeschlossen! Auch wenn wir schlussendlich mehr ausgegeben haben, als geplant, so sind wir sehr zufrieden, denn wir haben ein Gerät gekauft, welches mit bester Beratung unseren Anforderungen entspricht!

Fazit: Es ist nicht verwunderlich, dass die Grossmärkte nicht nur des Preises wegen den Fachgeschäften vorgezogen werden! Ganz egal ob es um einen Wasserkocher oder ein Notebook geht….

#Fachgeschäft #Grossmarkt #Kundenfreundlichkeit