Malmö – Marstrand – Stenungsund

16. Juli 2012 Das Tageslicht und die Sonne weckten uns schon sehr früh. Es ist viel früher und bleibt auch länger hell als zu Hause! Nach einer entspannten Nacht machten wir uns gemütlich für die Weiterreise bereit. Insgesamt waren es 5 Wohnmobile verschiedener Nationalitäten, die auf dem Stellplatz übernachtet haben. Ein kurzes, aber herzliche Winken unserem norwegischen Nachbarn und los ging es.

Erstes Ziel war Falkenberg, welches am Mündungsgebiet des lachsreichen und 250 km langen Fluss Ätran liegt. Nebst der interessanten Altstadt gibt es die alte Zollbrücke, die im Jahr 1756 erbaut wurde, zu besichtigen.

 Anschliessend hatten wir einen Besuch in Ullared im meistbesuchten und gigantisch grossen Shoppingcenter geplant (jährlich rund 3 Mio. Besucher). Da Renés Knie nach wie vor nicht sonderlich grossen Strapazen ausgesetzt werden wollte und sich gar nach dem Besuch in Falkenberg erneut intensiver bemerkbar machte, haben  wir beschlossen, Ullared nicht zu besuchen, sondern weiter nach Marstrand in den Schäreninseln zu fahren.

Als ich in Malmö unseren ersten Bericht online stellen wollte, bemerkten wir, dass unsere Internetsticks nicht wie gewünscht funktionierten. Den von Abroband war uns bereits zu Hause klar, dort konnte ich meine neuen Kreditkartendaten nicht anpassen, weil Abroband die Masterkarte nicht mehr führt, jedenfalls im Moment, wie ich im Voraus erfahren konnte. Unseren Vodavonestick, den wir in Deutschland gekauft haben und uns bestätigt wurde, dass wir diesen auch im Ausland benutzen können und nur die Kosten anders sein würden, funktioniert leider auch nicht! Das hat mich schon etwas geärgert… Auf unserer bisherigen Reise durch Schweden haben wir festgestellt, dass Mc Donalds in enorm grosser Zahl vertreten ist. Dies wiederum heisst nicht, dass wir uns von Fastfood ernähren wollen, ganz im Gegenteil! Ein Vorteil dieser Fastfoodkette ist jedoch, dass sie kostenloses W-LAN anbieten. Also werden wir hin und wieder ein „MCD“ (wie wir das in Kurzform nennen) ansteuern, ein Eis oder ein Kaffee konsumieren und so unsere Berichte online stellen zu können… Not macht eben erfinderisch!

Also haben wir kurz nach Varberg einen MCD angefahren, den ersten Bericht, den ich bereits am Vorabend verfasst habe hochgeladen und dazu doch ein Menü gegessen.

Nach Varberg Richtung Göteborg veränderte sich das Landschaftsbild. Die riesigen, goldigfarbenen Kornfelder wichen steinigen Felswänden und Wäldern. Kurz vor Göteborg dann ein riesiger Stau… im Schneckentempo ging es voran und wir benötigten ca. eine Stunde, bis Göteborg hinter uns lag.

Umso mehr freuten wir uns auf die Fahrt entlang der Schärenküste. Eindrücklich genossen wir den Anblick von Fels und Wasser als Gegensatz und doch im Einklang! Der ausgesuchte und einzige Campingplatz auf der Insel war leider vollbelegt. Dazu ist zu sagen, dass die Schweden selber ein „Camping-Volk“ sind! Nun unbeeindruckt überlegten wir frei zu stehen. Unten am Wasser entdeckten wir einen grossen Parkplatz, auf welchem bereits etwa 5 Wohnmobile parkiert waren. Da wollten wir auch übernachten und stellten uns mit Blick zum Wasser hin. Anschliessend wollten wir die Gebühr am Parkautomaten zahlen. Es bliebt jedoch beim wollen, denn wir waren nicht bereit, für 24h 300 Schwedische Kronen einzuwerfen, resp. unserer Kreditkarte zu belasten. (CHF 42.00 / Euro 35.00) Für einen einfachen, unplanierten Parkplatz ohne jegliche Ver- und Entsorgung war das einfach Wucher!


Also sind wir Richtung Stenungsund weiter gefahren und haben dort einen Übernachtungsplatz auf einem Camping gefunden. Zwar war das „Schären-Ambiente“ hin, doch immerhin gab es kleinere Schären, die aus dem Wasser ragten. Eigentlich war ja für Renés Knie eine 2-tägige Pause geplant, doch wir planten bereits am Abend anders… Schliesslich ist für mich das Lenken unseres Wohnmobils kein „rotes Tuch“ mehr. Wir pflegten Renés Knie erneut mit entzündungshemmender Salbe und kühlenden Eisbeuteln.

Nachdem ich die Tagesfotos mit knapper Notebook Energie gesichert habe, gab es bald einmal Feierabend.

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