Reiseroute und eine Idee

Wie fast immer kurz vor den Ferien gibt es viel zu tun, so auch in diesem Jahr. Bereits seit längerer Zeit wünschte sich unser Garten etwas von unserer Aufmerksamkeit. So haben René und ich an zwei Abenden lange rund ums Haus gearbeitet. Zwar ist noch nicht alles nach unseren Vorstellungen erledigt, aber das schaffen wir bestimmt noch bis mitte Juli.

Bereits am Freitag regnete es immer wieder genau wie am Samstag auch (in diesem Zusammenhang entstand übrigens das Bild im Header). Nach Erledigung der wöchentlich wiederkehrenden Tätigkeiten für die Kfz-Werkstätte nahmen wir unseren Duschraum im Wohnhaus in Angriff. Hierfür hatten wir bereits seit längerer Zeit das Projekt „Wände streichen“, doch wie anderes auch, schoben wir dies immer wieder vor uns her, weil es mal Angelegenheiten gab, denen Priorität gesetzt werden musste, oder wir ganz einfach on the Road waren. Eigentlich ist der Duschraum nicht sehr gross, aber gerade diese Tatsache hatte es in sich und verlangte einiges an Zeit der Vorbereitung. Die Zusammenarbeit auf engstem Raum war lustig und erhielt sogar einen künstlerischen Touch von René!

Mit einem Ziehen in den Muskeln da und einem Zupfen in den Muskeln dort, was auf ungewohnte Bewegungen schliessen lässt,  liessen wir den Abend gemütlich und zufrieden mit dem Resultat unseres Werkes ausklingen.

Der heutige Tag war vollends unserer Lieblingsbeschäftigung gewidmet! Nachdem ich gestern gemäss René eine wirklich tolle Idee geäussert habe, setzte er diese heute gleich um. In unserem Wohnmobil haben wir einen Kühlschrank, der vergleichsweise mit anderen Camperfahrzeugen angenehm gross ist. Dennoch hat man jeweils das Gefühl, einwenig mehr Platz wäre auch ganz toll! Nein, eigentlich reicht er völlig aus, doch in Anbetracht dessen, dass wir die Einkaufmöglichkeiten in Dänemark nicht kennen, und davon auszugehen ist, dass es anders sein wird als z.Bsp. in Frankreich, kam mir in den Sinn, dass wir eine neue Kühlbox mit Stromanschluss im Keller stehen haben! Diese kann mit 12 V aber auch mit 220 V betrieben werden. Warum diese also nicht im Heckraum des Womos installieren? Meine Idee war, dass wenn die Ware gekühlt eingepackt wird, es völlig ausreicht, die Box über Nacht mit 220 V laufen zu lassen. René war aber der Meinung, dass wenn schon die Vorrichtung zum Betrieb mit 12 V besteht, er diese auch nützen und einrichten möchte! Tja, perfekt wie er seine Arbeiten ausführt, hat er heute im Heckraum unseres Libertys eine magnetische 12 V Steckdose montiert! Dass es so was auch magnetisch gibt, wusste ich nicht, finde es aber eine geniale Vorrichtung. Nun haben wir ca. Das 1,5 -fache an Kühlmöglichkeit, was unsere Unabhängigkeit natürlich um einiges erweitert.

Zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei, so habe ich mich während René die elektrische Installation einbaute, einer fälligen Büroarbeit und Recherchen über Dänemark gewidmet. Etwas später haben wir unsere „definitive“ Reiseroute (siehe Bild) fertig geplant. Definitiv schreibe ich in Anführungsstrichen, weil sich diese erfahrungsgemäss erneut ändern wird, halt einfach wenn wir on the Road sind, doch genau das macht das Reisen mit dem Wohnmobil aus! Man fährt dahin wo man will, ändert wann und sooft man will! Überraschung pur halt einfach; und für Überraschungen sind wir jederzeit bereit!