Bonjour Frankreich

Seit unserem letzten Blogeintrag ist viel Zeit vergangen… Nein, wir haben uns nicht einfach verkrochen und gewartet, bis der Frühling kommt! Ganz im Gegenteil, wir waren sehr geschäftig und hatten viel zu erledigen! Und natürlich haben wir sehnsüchtig auf unser neues Wohnmobil gewartet… was denn sonst..?

Wir erlaubten uns den Wunsch beim Lieferanten anzubringen, das WoMo vor Ostern geliefert zu erhalten. Als uns dann mitte Februar mitgeteilt wurde, dass wir unseren neuen Cruiser per 27. Februar 2014 ausgehändigt erhalten, kannte unsere Freude kaum mehr Grenzen!

Endlich… endlich war es soweit! Die letzte Fahrt mit unserem „Alten“, die sehr profesionelle und freundliche Übergabe des Neuen, die ersten Kilometer Fahrt nach Hause, das Verstauen von sämtlichem Material, welches wir zwischengelagert hatten, die Montage der beiden Solarpanel, das Verlegen des Teppichs im ganzen Innenraum und und und… all diese Situationen während den letzten Wochen waren mit vielen Emotionen bepackt und immer wieder spannend…!

Bevor wir in unsere Frühlingsreise gestartet sind, gönnten wir uns zwei oder drei Time-Outs und lernten so unser neues WoMo immer besser kennen.

Wir sind absolut, aber wirklich absolut von unserer Wahl überzeugt. Es gibt nichts auszusetzen, was anders oder besser sein könnte! Wir geniessen das neue Wohn- Raumgefühl immer wieder aufs Neue. Dass wir in der Küche nun sooooviel Platz haben, und sämtliche Einrichtungen  wirklich alltagstauglich sind (auch das Waschbecken in der Küche!), geniessen wir jedesmal aufs Neue.

Auf unseren Oster- sprich Frühlingsurlaub haben wir uns seit Wochen gefreut! Seit letztem Oktober (!!) bis eben zur Auslieferung des Neufahrzeugs waren wir nicht mehr on Tour… Das Eintauschangebot war sehr gut und wir wollten dazu fair sein den Tachometer nicht weiter nach oben schnellen lassen… Also blieb das WoMo schweren Herzens den ganzen Winter in der Garage und durfte allerhöchstens mal ein paar Meter nach vorne oder nach hinten rollen… gerade so, wie René den Platz in der Werkstatt benötigt hat! That’s it… Ganz schön hart, kann ich euch sagen…

Das lange Warten hat uns aber die Lust am Planen nicht genommen. Das Ziel unserer Sommerreise steht ja schon seit letztem Jahr: Wer unsere mehr oder weniger, in letzter Zeit etwas weniger regelmässigen Posts liest weiss, dass wir einen Teil unserer Herzen an Skandinavien verloren haben! Ja, und dann gibt es hoch im Norden eine Deutsch-Norwegische Familie, an die wir sehr oft denken und uns riesig darauf freuen, sie bald wieder zu sehen….!!

Nun aber drehen wir den Kalender noch einmal etwas zurück, und zwar in die Kalendermonate mit kühleren und teils launischen Temperaturen. Also, eines Nachmittags, ich hatte dies und das erledigt und sass hinter dem Dia Show Programm, mit welchem ich unsere Urlaubfotos sortiere und Animationen erstelle. Frankreich war an der Reihe… während ich die Bilder sortierte und anschaute, war für mich schwupps unser Urlaubsziel für die Osterferien klar: Frankreich, die Normandie sollte es sein… der Atlantik, die tosenden Wellen, der immerwährende Wind in den Haaren, das Salz in der Luft, das Lachen der Möwen… all das war bereits einige Jahre her, seit wir es zuletzt geniessen konnten. Sofort bin ich zu René in die Werkstatt, um Ihm von meiner „Eingebung“ zu erzählen:

Sandra: „Hey, ich habe einen Vorschlag für unser Reiseziel im Frühling!“ René: „Ja, und wohin soll’s denn gehen?“ Sandra: „Nach Frankreich, in die Normandie! Weisst du noch, damals im Jahr 2007, das war doch herrlich?“ René: „Du wirst es nicht glauben, aber vor wenigen Momenten habe ich mir überlegt, dass wir schon lange nicht mehr im Norden Frankreichs waren, und es uns da doch auch so gut gefallen hat… Der Atlantik, die tosenden Wellen, der immerwährende Wind in den Haaren, das Salz in der Luft, das Lachen der Möwen… ich wollte dir heute noch denselben Vorschlag machen!“ Sandra und René: „Na dann ist ja alles klar!“ …und wir lachten…

Nun wisst ihr also, wie unsere Urlaubsziele bestimmt werden… einvernehmlich und in Gedankenübertragung ohne Diskussionen… das war nicht das erste Mal so…!

Gründonnerstag gleich nach dem Mittag ging’s los: Erstes Ziel war Langres, eine Etappe mit ca. 230 km. Wir übernachteten auf einem uns bereits bekannten Stellplatz an einem Stausee. Wir haben uns für diese Reise vorgenommen, nur das „Nötigste“ auf den Autobahnen Frankreichs zu fahren, was uns am ersten Tag prima gelungen ist: 0 km! Gemütlich packten wir am nächsten Tag alles zusammen, staunten immer wieder, wie schnell wir nun doch sind, und welches Wohlgefühl wir in unserem neuen, fahrbahren „Weg von zu Hause“-Domizil haben.

Am zweiten Tag, doch das war bereits vor dem Reisestart klar, waren wir unserem Vorhaben nicht treu: Kurz nach Langres folgten wir dem blauen Wegweiser A5 Paris. Die Farben der Wegweiser sind von Frankreich zur Schweiz gerade umgekehrt: Schweiz: Autobahn: grün, Hauptstrassen blau, Frankreich: Autobahn: blau, Hauptstrassse grün Da muss man schon immer etwas auf der Hut sein…

Die Fahrt verlief problemlos, vorbei an riesigen und goldig leuchtenden Rapsfeldern, unser Blick immer auf die Schilder Richtung Paris. Ohne Stau und mit einem Verkehrsaufkommen, das uns erstaunte passierten wir die Hauptstadt. Eigentlich rechneten wir damit, dass sämtliche Autos von und rund um Paris auf der Strasse sind. Doch weit gefehlt, wir kamen sehr gut und zügig voran. Sogar die Spitze des Eiffelturms konnten wir von weitem erkennen! Der Eiffelturm, das Sacre Coeur der Montmartre, die Kathedrahle Notre Dame, der Triumphbogen und all die anderen Sehenswürdigkeiten haben ihren Reiz, wir waren auch schon da, doch uns zog es ans Meer… wir wollten die salzige Luft riechen und in den Haaren spüren… wir wollten uns mit den Möwen amüsieren und mit ihnen lachen…

Eigentlich… eigentlich haben wir uns Saint-Valery-en-Caux als zweites Übernachtungsziel vorgenommen. Wir wollten auf der Kaimauer direkt am Meer stehen. Doch diese Idee hatten sehr viele andere Wohnmobilfahrer auch. Damit man auf diesem Stellplatz stehen kann, muss man wohl morgens um 7:00h bereit stehen, um sofort auf einen frei werdenden Parkplatz einfahren zu können. Solche „Spässe“ sind uns aber echt zu doof, darum sind wir dann auch einfach weiter nach Veules-les-Roses gefahren. Nur wenige Meter zu Fuss von den Klippen entfernt, fanden wir einen schönen und windgeschützten Stellplatz. Wir haben uns für zwei Nächte angemeldet und alles aus dem Alltag runtergefahren!

Filou wollte immer mal wieder raus, auch er geniesst fernab vom Alltag zu sein. Er lebt jeweils genauso in den Tag wie auch wir. Zu Hause hat er täglich Werkstattwachdienst, was er übrigens sehr, sehr genau nimmt, also auch ein anstrengender Job. Kein Wunder, dass er die Urlaubsreisen mit uns immer sehr geniesst.

Wie gewünscht wurden wir von der Normandie mit viel Wind, Sonne und Wolken empfangen. Es war sehr spannend zu beobachten, wie schnell sich das Licht veränderte und wie sich die Wellen tosend überschlugen oder an die Kaimauer preschten… Seht selber:

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Bonjour Frankreich

Wilder Atlantik bei Veules-les-Roses (Freihand mit dem Handy aufgenommen)