Kannesteine und der Frosch

Nach den letzten, sprich ersten Urlaubstagen, welche mit doch sehr vielen abgerollten Kilometern gefüllt waren, beschlossen wir, nun einen Tage Rast zu machen. Natürlich konnten wir nicht den ganzen Tag still sitzen, schon gar nicht im Wissen, dass im ca. 30 km entfernten Oppedal der berühmte Kannesteine steht!

Nachdem wir uns ausgeruht hatten, sind wir gemütlich Richtung Maloye gefahren. In Maloye steht einmal mehr ein gigantisches Bauwerk einer Brücke! Vor der Überquerung steht eine Tafel, auf welcher die Windgeschwindigkeit angezeigt wird. Bei unserer Überfahrt herrschten 3m/S, kein Problem, doch sind es mehr, Könnte die Brücke wohl sogar gesperrt werden?

Weiter ging’s dann nach Oppedal… die Strassen wurden schmaler und schmaler… es ging deftig bergab… und die Strassen wurden noch schmaler… hie und da mal ein Ausweichplatz… wir fragten uns, wo denn nun der Kannesteine ist und ob wir auf dieser Strasse jemals wieder wenden konnten?

Ich stellte mir in Gedanken bereits vor, an welchen Ausweichsstellen wohl ein aufwendiges Wendemanöver möglich wäre……………

Plötzlich war die Strasse zu Ende… mit einem etwas grösseren Platz, um die Fahrzeuge zu wenden! Aber wo war der Kannesteine..?? Wir entdeckten eine grosse Touristentafel, konnten lesen, dass der Trichter ähnliche Stein von Wasser und Wind geschliffen wurde… dies kannten wir ja bereits vom Küstenabschnitt Granit Rose in der Bretagne in Frankreich, da gibt’s auch sooo viele schöne in verschieden Formen geschliffene Steine.

Zurück zur Infotafel vom Kannesteine: Am Ende der Information war auch zu lesen, dass es Touristen gibt, die von der Grösse des Steins wohl etwas enttäuscht wären. AHAAAA…. dann müssen wir uns wohl etwas mehr auf unsere Augenhöhe konzentrieren… Ein kleiner Pfad führte uns auf ein Holzplateau, und was war von da zu sehen: der Kannesteine! Nun, soooo klein ist er nicht wirklich, wenn man denn noch über die grossen Felssteine zu ihm hinab kletterte, dann stellt man fest, dass der Stein auf seine Grösse doch recht stolz sein kann! Zwischen 3 und 4 Meter soll er sein! Wir staunten einfach nur, was uns die Natur einmal mehr präsentiert! Beim zweiten Hinblick, und auch erst auf den Fotos sahen wir dann, dass der Stein neben dem Kannesteine auch nicht ganz ohne ist: lässt man die Fantasie etwas spielen, kann ein Frosch entdeckt werden, welcher am Kannesteine als Blüte riecht…. Cool nicht?


Kannensteine mit Frosch

Auch an diesem Tag hatten wir Glück, und weitere Touristen fanden sich zur Belagerung der Sehenswürdigkeit erst kurz vor unserem Aufbruch ein…. wie schön!

Zwischenzeitlich ist auch ein Linienbus (!!) eingefahren und war bereit zur Rückfahrt nach Maloye. Wir schlossen uns gleich an und konnten so recht zügig zurückfahren. Immerhin hatten wir ein grosses Fahrzeug voraus, welches uns Platz verschaffte… :-) Wir schafften es aber nicht, die ganze Strecke mitzuhalten, der Fahrer kannte die Strecke wie auch sein Fahrzeug sehr, sehr genau, oder aber fuhr einfach auf Risiko! René zog es dann doch vor, etwas ruhiger und nicht ganz so zügig zurück zu fahren…….. trotzdem er unser Fahrzeug auf den Millimeter genau im Griff hat… Wer schon auf Norwegens Strassen gereist ist, kann dies sehr gut nachvollziehen.

Den Rest des Tages liessen wir sehr gemütlich mit etwas „Hausarbeit“, das WoMo muss ja hin und wieder auch gereinigt werden, Ausruhen, Artikel für den Blog und ein paar Nachrichten per Whatsapp ausklingen. Ach ja, und dann konnten wir belustigt und doch auch erstaunt beobachten, wie man auf norwegisch Fenster reinigt…. seht selbst:

Norwegische Fensterreinigung